Glossar

Niederdruckbeschichten

nennt man die direkte Verpressung von meist einlagigen, maximal zweilagigen, melaminharzgetränkten Papieren (Film). Bei einem Druck von 200-300 N/cm² und einer Temperatur von 180 °C schmilzt die Harzimprägnierung und verklebt dieses mit der Trägerplatte. Nach dem Erkalten ist das Kunstharz zu einem widerstandsfähigen Film ausgehärtet. Da mit einem relativ niedrigen Druck gearbeitet wird, spricht man von Niederdruckbeschichtung oder Pressbeschichtung. Die optische Wirkung der Oberfläche, die abhängig von der Art der Zulagebleche mit Hochglanz oder Matteffekt und der Dauer der Presszeiten variiert werden kann, ist von der Qualität der verwendeten Trägerplatten und/oder von der dämpfenden Wirkung des Schichtaufbaues abhängig. Während bei unebenen Oberflächen der Trägerplatten Grundierpapier oder Spachtel als Zwischenlage notwendig ist, um eine optimale Oberflächenruhe zu erreichen, wird bei der heutigen Oberflächenqualität der Trägerplatten meist nur mit einlagigen Filmen gefahren. Spezialverfahren lassen es zu, das Harzpapier mit dem Spankuchen in einem Arbeitsgang zu einer fertig beschichteten Platte zu verarbeiten. Dieses Verfahren nennt man Einpressverfahren oder Direktbeschichtung. In der Regel werden die fertigen Trägerplatten im Zweipressverfahren beschichtet

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